Neue Bundesregierung will Solarenergie weiter ausbauen

Geht es nach der neuen Ampel-Regierung, fällt die EEG-Umlage ab dem Jahr 2023 komplett weg. Sie soll dann ausschließlich über Bundesmittel finanziert werden. Das Geld dafür soll aus dem Energie- und Klimafond kommen, der aus den Einnahmen der Emissionshandelssysteme gespeist wird. Bisher wird die EEG-Vergütung über einen Aufschlag auf den Strompreis finanziert.

Das Gesamt-Entlastungsvolumen für Verbraucher beträgt nach ersten Schätzungen im Vergleich zu 2022 mehr als 5,5 Milliarden Euro. Das wird Haushalte und kleine Betriebe freuen. Denn durch diese Maßnahme sollte der Strompreis fallen. Herunter gerechnet auf einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden entspricht das einer Ersparnis von rund 100 Euro im Jahr 2023. Der Preis für eine Kilowattstunde liegt derzeit bei 31,5 Cent.

Die EEG-Umlage sinkt bereits im Jahr 2022 – aber zu früh gefreut?

Die EEG-Umlage fällt bereits im kommenden Jahr auf den niedrigsten Stand seit 10 Jahren von 6,50 Cent (2021) auf „nur“ noch 3,72 Cent (2022) pro Kilowattstunde. Das ist im kommenden Jahr ein Minus von 2,78 Cent pro kWh gegenüber 2021. Auch wenn die EEG-Umlage sinkt, werden die Stromkosten unterm Strich nicht wie erhofft fallen, da auf der anderen Seite die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Strom zahlen müssen, voraussichtlich deutlich steigen werden.

Anteil der Solarenergie soll weiter wachsen

Die Ampel-Parteien wollen in Zukunft den Zubau der Solarenergie in Deutschland weiter vorantreiben. Laut Koalitionsvertrag soll der Ausbau bis zum Jahr 2030 insgesamt 200 Gigawatt betragen. Bisher lag der Zielwert bei 100 Gigawatt bis zum Ende des Jahrzehnts.

Dahinter steht ein Maßnahmenpaket. So sollen unter anderem die Antragsverfahren für Netzanschlüsse für Photovoltaikanlagen beschleunigt werden. Die vielen unterschiedlichen Regelungen der Netzbetreiber sollen so weit wie möglich vereinheitlich und automatisiert werden.

Solarpflicht

Im Koalitionsvertrag ist auch von einer Solarpflicht für gewerbliche Neubauten die Rede. Im Privatsektor hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt: Hier soll die Solarenergie zukünftig „die Regel werden“.

Wie schnell die geplanten Veränderungen in die Tat umgesetzt werden und wie die Einzelmaßnahmen im Detail aussehen, bleibt abzuwarten.

Wir bleiben zuversichtlich!

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