Wie ist mit überfluteten Solaranlagen umzugehen?

Überschwemmtes Wohngebiet

In den Überschwemmungsgebieten ist so gut wie nichts unbeschädigt geblieben. Zahlreiche Häuser auch mit Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern sind der Flutkatastrophe zum Opfer gefallen.

Bundesverband gibt Sicherheitshinweise für Stromspeicher heraus!

Von Solaranlagen, die überflutet worden sind, geht bedingt durch die Elektrifizierung ein besonders hohes Gefahrenpotenzial aus. Damit Anlagenbetreiber und Elektroinstallateure wissen, was zu tun ist, haben der Bundesverband der Energiespeichersysteme (BVES) und der Wechselrichterhersteller SMA entsprechende Sicherheitshinweise für den Umgang mit Stromspeichern und Wechselrichtern herausgegeben, die von der Hochwasserflut betroffen sind.

Darauf sollten Photovoltaik-Anlagenbetreiber unbedingt achten!

Der Bundesverband (BVES) rät dringend davon ab, Stromspeicher in überfluteten Gebäuden wieder selbst in Betrieb zu nehmen. Bei beschädigten oder überfluteten Batteriespeichern sind umgehend die vor Ort zuständigen Einsatzkräfte zu informieren.

Wenn Sie einen von der Flut beschädigten Batteriespeicher besitzen:

  • Betreten Sie nicht den Installationsraum und daran angeschlossene Räume, die noch unter Wasser stehen! Berühren Sie möglichst keine damit verbundenen elektrisch leitende Teile wie z. B. Treppengeländer
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Durchlüftung des Installationsbereiches, wenn es gefahrlos möglich ist (z. B. durch Öffnen eines Fensters von außen) und vermeiden Sie mögliche Zündquellen (z. B. Funkenbildung)!
  • Bei Verdacht auf Rauchgasvergiftung suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf!
  • Informieren Sie umgehend die Einsatzkräfte über das Vorhandensein eines Batteriespeichers!
  • Verhindern Sie Wiederinbetriebnahme des Batteriespeichers! Mit Wasser oder Schlamm in Kontakt gekommene Batteriespeicher dürfen nicht wieder in Betrieb genommen werden – auch nicht, wenn diese äußerlich unbeschädigt erscheinen.
  • Beachten Sie Hinweise zur Demontage, Lagerung und Abtransport des Batteriespeichers! Die Demontage muss durch geschulte Hilfskräfte oder Elektrofachkräfte erfolgen!
  • Informieren Sie umgehend die Hilfs- oder Räumkräfte, falls Ihnen Batteriespeicher in Ihrer Umgebung (z. B. in Trümmerhaufen) auffallen.

Die vom BVES herausgegebenen Sicherheitshinweise können Sie hier herunterladen

Solaranlagen in überfluteten Gebieten bergen hohes Risiko!

Auch wenn Ihre Solaranlage keinen Batteriespeicher besitzt, aber dennoch von der Flut betroffen ist, beachten Sie bitte Folgendes:

Bei elektrischen Geräten, die mit Wasser in Berührung gekommen sind, ist absolute Vorsicht geboten. Das Risiko eines Stromschlags ist überaus groß. Vor diesem Hintergrund sollte eine Überprüfung bzw. Abschaltung einer betroffenen Fotovoltaikanlage immer durch einen Elektrofachmann erfolgen.

Was Anlagenbetreiber, Elektrofachkräfte und Einsatzkräfte bei hochwasserbeschädigten Solaranlagen beachten müssen, hat SMA in zwei Informationsschreiben zusammengefasst, die hier heruntergeladen werden können.

Download SMA für Anlagenbetreiber / Einsatzkräfte

Download SMA für Elektrobetriebe

eKomi-Goldsiegel für Spezialmakler rosa-photovoltaik.de

ekomi Goldsiegel-Auszeichnung für rosa-photovoltaik.de

Die Meinung unserer Kunden ist für uns von höchster Bedeutung. Daher freuen wir uns, dass wir inzwischen mehr als 1.111 echte Bewertungen über eKomi erhalten haben. Grund genug, sich an dieser Stelle bei allen Kunden ganz herzlich zu bedanken, die uns ihr Feedback gegeben haben.
 
Ob Kundenberatung, Schadenbearbeitung oder Kundenservice: 99,19 % aller Beurteilungen fielen positiv aus. Die Gesamtperformance liegt bei 4,8 von 5 möglichen Sternen. Dafür haben wir von eKomi die Goldsiegel-Auszeichnung erhalten.
 
Wenn Sie wissen möchten, welche Erfahrungen unsere Kunden genau mit unserem Service gemacht haben, dann schauen Sie einfach auf das eKomi Bewertungsportal:
https://lnkd.in/eGQJv4V

rosa-photovoltaik läuft für guten Zweck den ZeroHungerRun in Köln

zerohungerrun Köln 2021

Die Zeit langer Entbehrungen ist vorbei und gemeinschaftliche Aktivitäten sind endlich wieder möglich. Und wie könnte man besser in den Sommer starten als mit einer aktiven Laufrunde direkt am Kölner Rheinufer und dann auch noch für einen guten Zweck?

Da simmer dabei!

Das sagten sich auch die beiden Kölner Georg Lendermann und Boris Arndt von rosa-photovoltaik.de und meldeten sich kurzerhand zum #ZeroHungerRun an. Noch im Versicherungsbüro ging es in die Laufschuhe und dann ab in Richtung Rheinpark auf die Laufstrecke entlang der „Schäl Sick“ mit Panoramablick auf den Kölner Dom.

Echt kölsches Lauf-jefööhl

Nach so langer Zeit hat es unheimlich viel Freude gemacht, wieder in der Gruppe mit anderen Menschen zu laufen. Es war die Gelegenheit, Sport und Spaß ideal miteinander zu verbinden und die Welthungerhilfe bei ihrer Arbeit aktiv zu unterstützen“, sagt Georg Lendermann.

Bewegen, um etwas zu bewegen!

Der Benefizlauf wurde natürlich unter Corona-Hygienebedingungen durchgeführt. Jeder, der noch mitmachen wollte, konnte bis Sonntag (11.07.2021) teilnehmen und sich online zu unterschiedlichen Startzeiten anmelden. Es wurde in 20-iger Laufgruppen in einem Abstand von 10 Minuten gestartet. Die Startgebühren gingen als Spende an die Welthungerhilfe. Die Startplätze waren limitiert und so lange reservierbar, bis sie ausgebucht waren. Eine tolle Aktion für eine Welt ohne Hunger und Armut an der fast 1.000 Läufer teilnahmen. 408 Läufer waren auf der Originalstrecke im Kölner Rheinpark unterwegs, die restlichen 582 auf selbst gewählten Strecken im gesamten Stadt- und sogar Bundesgebiet. Fast 25.000 Euro wurden konnten im Rahmen des Laufs an die Welthungerhilfe gespendet werden – ein großer Gewinn für den Kampf gegen Hunger und Armut !

Georg Lendermann und Boris Arndt kurz vor dem Start

Agri-PV verbindet landwirtschaftliche Nutzung und Photovoltaik auf einer Fläche

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein. Das ist auch dringend notwendig, denn der Klimawandel macht sich überall bemerkbar. Besonders in der Natur und in der Landwirtschaft sind die Auswirkungen besonders spürbar. Um das ambitionierte Klimaziel zu erreichen, müssen die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden. Dazu zählen in verstärktem Maße Photovoltaikanlagen.

Um Klimaneutralität mit Solarstrom zu gewährleisten, müsste nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts die in Deutschland installierte Solar-Kapazität bis 2050 um den Faktor acht bis zehn erhöht werden.

Wir benötigen somit einen massiven Ausbau der Solarstromproduktion. Die Stromgewinnung über Solarkraft wird sich langfristig zu einer wichtigen Säule der Energieversorgung etablieren, ist aber mit einem hohen Flächenbedarf verbunden.

Strom- und Lebensmittelproduktion auf einer Fläche

Aufgrund steigender Nachfrage an Solarstrom wächst auf der anderen Seite der Bedarf an der dafür notwendigen Fläche. Durch den Bau neuer Siedlungen und Straßen wird landwirtschaftliche Fläche aber immer kleiner. Doch es gibt einen Weg, mit der sich Photovoltaik und Photosynthese sehr gut miteinander kombinieren lassen.

Agri-PV Anlage

Eine mögliche Lösung für dieses Problem könnte das Agri-Photovoltaik-Konzept (APV) liefern. Dahinter verbirgt sich die intelligente Doppelnutzung einer Fläche für Landwirtschaft und Solarstromerzeugung gleichermaßen. Landwirte könnten sich dadurch eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen, ohne dabei auf fruchtbaren Ackerboden für die landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion zu verzichten.

In der Praxis wird eine Photovoltaikanlage einige Meter über dem Boden installiert, sodass Traktoren oder andere landwirtschaftliche Maschinen noch darunter durchfahren können. Somit lassen sich auf beiden Ebenen entsprechende Ernten einfahren.

Wie wir wissen, stellt der Klimawandel die hiesige Landwirtschaft vor große Probleme. Wasserknappheit, Wetterextreme und der Anstieg der Temperaturen setzten den Pflanzen und Böden speziell in den Sommermonaten extrem zu. Forschungsprojekte zeigen aber, dass spezielle APV-Solarkollektoren den darunterliegenden Anbauflächen einen besonderen Schutz vor zu hoher Sonneneinstrahlung, Hitze, Trockenheit und Hagelschlag bieten. Ernteerträge entwickelten sich deutlich besser.

Prädestiniert für das Agri-Photovoltaik-Konzept sind landwirtschaftliche Betriebe, Gemeinden sowie klein- und mittelständige Unternehmen.

Nähere Informationen zur Nutzung von Agri-PV finden Sie im Leitfaden

„Agri-Photovoltaik – Chance für Landwirtschaft und Energiewende“ des Fraunhofer-Instituts. Hier geht es zum PDF: https://bit.ly/3srWReA

Landwirtschaftlich genutzte Photovoltaikanlagen bestens versichert

Wird die Agri-Solar Freiflächenanlage durch einen äußeren Einfluss wie durch Blitz, Sturm, Hagel, Schneedruck, Frost, Tierverbiss oder Überschwemmung beschädigt oder zerstört, können hohe Reparaturkosten die Folge sein. Solaranlagenbetreiber sollten sich davor schützen: Mit einer leistungsstarken Photovoltaik-Freiflächenversicherung, die im Schadenfall für den entstandenen Sachschaden und dem sich daraus ergebenen Ertragsausfall aufkommt.

Auf dessen Grundlage unseres Risikofragebogens erstellen wir Ihnen über unsere Deckungsgeber gerne ein individuelles Angebot. Hier geht es zum Risikofragebogen.

Neben Freiflächen- und Solarparkversicherungen können Sie über www.rosa-photovoltaik.de auch Betreiberhaftpflicht- und Montageversicherungen schnell und bequem online beantragen.

Technischer Defekt an Photovoltaikanlage verursacht Dachstuhlbrand in Kleve

Ein technischer Defekt der Photovoltaikanlage war am Dienstag, dem 02. Juni 2020, die Ursache für einen Dachstuhlbrand in einer Maschinenfabrik an der Flutstraße in Kleve/Kranenburg. So, die Erkenntnisse der Brandermittler der Kriminalpolizei Kleve und eines Sachverständigen.

Der Notruf ging gegen 10:45 Uhr bei der Feuerwehr Kleve ein. Die Rauchsäule über dem brennenden Gebäude war für die Einsatzkräfte bereits von weiten erkennbar. Aufgrund der großen Qualmentwicklung löste die Feuerwehr auch sofort die Nina-Warnapp aus, die die Bevölkerung vor Rauchgasen warnen soll. (Die Nina-Warnapp ist eine Notfall-Informations- und Nachrichten-App, die dazu dient, der Bevölkerung wichtige bzw. dringende Warnmeldungen in Gefahrenlagen zukommen zu lassen).

Drei Löschzüge und 51 Feuerwehrleute waren notwendig, um den Brandherd von zwei Drehleitern aus zu löschen. Die Metallrahmen im Sandwichdach, versehen mit Isolierplatten, heizten sich durch die Flammen schnell auf und leiteten die Hitze über das Dach großflächig weiter. Nach den Löscharbeiten wurde mithilfe einer Wärmebildkamera am frühen Nachmittag die Brandstelle nochmals nach Glutnestern abgesucht. Die Schadenhöhe konnte aktuell noch nicht beziffert werden. Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt.

Eine Photovoltaikversicherung ist keine Pflichtversicherung, aber sie schützt vor vielen Gefahren und übernimmt im Fall eines Brandschadens die Kosten für die Wiederherstellung der Anlage. Das aktuelle Beispiel zeigt, wie wichtig Versicherungsschutz für eine Photovoltaikanlage sein kann.

Angebote zu Photovoltaik-Versicherungen finden Sie auf:
www.rosa-photovoltaik.de

Wann ist eine GAP-Deckung in der Photovoltaik-Versicherung sinnvoll?

Photovoltaikanlage

Wer eine Photovoltaikanlagen-Versicherung abschließen möchte, der stößt bei der Antragstellung vielfach auf den Begriff „GAP-Deckung“ oder „Differenzwert-Entschädigung“. Was ist eigentlich darunter zu verstehen und für wen ist diese Versicherungsleistung sinnvoll?

Wer sollte eine GAP-Deckung abschließen?

Die GAP-Deckung ist ein sinnvoller Deckungsbaustein, der bei einem Totalschaden die Differenz zwischen der Versicherungsleistung und der bestehenden Restschuldforderung der Bank schließt, sofern die PV-Anlage nicht wieder aufgebaut werden kann! Sie schützt den Betreiber vor finanziellen Schäden, wenn nachfolgende Voraussetzungen erfüllt sind:

– die betreffende PV-Anlage ist kreditfinanziert.
– es handelt sich um einen Totalschaden
– die Photovoltaikanlage kann auf dem ursprünglichen Standort nicht wiederaufgebaut werden.

Was bedeutet GAP-Deckung?

Gap kommt ursprünglich aus dem englischen und bedeutet „Lücke“. Dieser Baustein bietet einen ganz besonderen Schutz und füllt eine Versicherungslücke im Bereich der Photovoltaik-Allgefahrenversicherung.

An einem einfachen Beispiel lässt sich die GAP-Deckung gut erklären:

Nehmen wir an, eine kreditfinanzierte Photovoltaikanlage befindet sich auf einem angemieteten Dach. Das Gebäude und die darauf befindliche Photovoltaikanlage werden durch ein Feuer völlig zerstört. Es kommt zu einem wirtschaftlichen Totalschaden. Im Falle des Wiederaufbaus würde eine vorhandene Versicherung die PV-Anlage zum Neuwert sowie den entstandenen Ertragsausfall ersetzen.

Entscheidet sich der Hauseigentümer (Dachverpächter) jedoch, das abgebrannte Gebäude nicht wieder zu errichten, kann auch die Photovoltaikanlage nicht wieder aufgebaut werden. Gemäß den „Allgemeine Bedingungen für die Elektronikversicherung“ muss der Versicherer nur den erheblich geringeren Zeitwert ersetzen, da weder eine Reparatur noch eine Wiederbeschaffung der PV-Anlage erfolgen kann. Eine Restschuld beim Darlehensgeber (finanzierenden Bank) kann in diesem Szenario höher sein, als die Entschädigung der Versicherungsgesellschaft. Der Anlagenbetreiber (Versicherungsnehmer) wird den Differenzbetrag aus eigenen Mitteln begleichen müssen.

Beispielrechnung:

Kaufpreis: 40.000 EUR

Finanzierung: 100%

Zeitwertentschädigung: 18.500 EUR

Restschuld bei der Bank: 27.500 EUR

Differenzwert: -9.000 EUR

Die bestehende Photovoltaikversicherung kommt für die Differenzwertentschädigung nur dann auf, wenn eine GAP-Deckung (Differenzwert-Entschädigung) vereinbart ist!

Ab welcher PV-Anlagengröße ist die GAP-Deckung sinnvoll?

Der Abschluss der Zusatzdeckung sollte nicht in Abhängigkeit der Anlagengröße, sondern in Abhängigkeit der kreditfinanzierten Investitionssumme der PV-Anlage. Je Höher der kreditfinanzierte Anteil ist, desto wichtiger ist der Abschluss einer GAP-Deckung.

Kann eine GAP-Deckung nachträglich vereinbart werden?

Ja. Der Zusatzbaustein GAP-Deckung kann nachträglich in eine bestehende Photovoltaikversicherung integriert werden.

Wie wird der Zeitwert der PV-Anlage ermittelt?

Der Zeitwert der Photovoltaikanlage (versicherte Sache) errechnet sich aus dem Neuwert durch einen Abzug insbesondere für Alter, Abnutzung und technischem Zustand.

Was kostet eine GAP-Deckung im Jahr?

Die GAP-Deckung kostet durchschnittlich (je nach Anbieter) ca. 10% des Nettobeitrages der Photovoltaikversicherung.

Kann eine GAP-Deckung auch allein beantragt werden?

Nein, die GAP-Deckung ist nur in Verbindung mit einer Photovoltaikanlagen-Versicherung zu beantragen.

Wo ist die Photovoltaikversicherung mit GAP-Deckung erhältlich?

Alle unsere Angebote zur Photovoltaikversicherung können mit GAP-Deckung beantragt werden. Unsere exklusiven Sonderkonzepte der Versicherungsunternehmen ZURICH, INTER, CONDOR und VHV finden sie auf www.rosa-photovoltaik.de. Wählen Sie das für Sie passende Produkt und berechnen Sie ganz einfach online Ihren bedarfsgerechten Versicherungsschutz.

Wohngebäudeversicherung versus Photovoltaikversicherung

Separate Photovoltaikanlagen-Versicherung oder Erweiterung der Wohngebäudeversicherung?

Die Kosten für eine PV-Anlage auf Wohngebäuden erreichen schnell fünfstellige Beträge. Da ist es nur verständlich, dass jeder Eigentümer diese Investition bestmöglich gegen alle unvorhersehbaren Sachschäden absichern möchte. Jetzt stellt sich die Frage: Soll die Photovoltaikanlage in die bestehende Gebäudeversicherung integriert werden oder sollte man besser eine separate Photovoltaikanlagenversicherung abschließen? Beides ist möglich. Aber wo überwiegen die Vorteile? Darüber möchten wir Sie in nachfolgendem Beitrag kurz informieren.

Photovoltaikanlagen und Wohngebäudeversicherungen

In den Standardpolicen der Wohngebäudeversicherer sind Photovoltaikanlagen vielfach nicht vorgesehen. Hier ist eine Erweiterung des bestehenden Vertrages notwendig. Die damit verbundene Erhöhung der Versicherungssumme bedeutet natürlich auch eine entsprechende Mehrprämie.

Wichtiger Tipp:

Auch wenn die Photovoltaikanlage mit einem eigenständigen Photovoltaikversicherung-Vertrag abgesichert wird, empfehlen wir eine Anzeige der installierten PV-Anlage bei der Wohngebäudeversicherung. Diese könnte sich im Schadenfall auf eine nicht angezeigte  Gefahrerhöhung berufen und eine Regulierung einschränken oder gänzlich verweigern!  Hier erhalten Sie ein entsprechendes Musterschreiben zur Weiterleitung an die Gebäudeversicherung.

Obliegenheiten vor und während des Vertrages

Verschiedene Versicherer bestehen beim Einschluss der PV-Anlage in die Wohngebäudeversicherung auf die Einbindung der Anlage in eine bestehende Blitzschutzabsicherung. Diese mit zusätzlichen Kosten verbundene Anforderung ist in der Regel bei einer eigenständigen PV Versicherung nicht gegeben. Gleiches gilt für die dauerhafte Einrichtung einer Fernwartung oder dem Nachweis eines Wartungsvertrages.

Umfang des Versicherungsschutzes

Auch wenn Ihre Anlage kostenfrei oder ohne zusätzliche vertragliche Anforderungen in die bestehende Wohngebäudeversicherung eingebunden werden kann, lohnt natürlich ein Vergleich der versicherten Leistungen:

Leistungsmerkmale* Wohngebäude-versicherung Photovoltaik-Versicherung
Sachschäden in Folge von:
Brand ja ja
Sturm ja ja
Hagel ja ja
Leistungswasser ja ja
Explosion ja ja
Implosion ja ja
Aufprall eines Luftfahrzeuges seiner Teile oder seiner Ladung ja ja
Direkter Blitzeinschlag ja ja
Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub nein ja
Überspannungs- oder Induktionsschäden nein ja
Tierverbiss nein ja
Luftbewegungen unter Stärke 8 nein ja
Vorsatz Dritter nein ja
Sabotage nein ja
Vandalismus nein ja
Hochwasser nein ja
Erdbeben nein ja
Konstruktionsfehler nein ja
Material- u. Ausführungsfehler nein ja
Bedienfehler nein ja
Materialfehler nein ja
Ersatz der Einspeisevergütung  (Ertragsausfall) nein ja
*=je nach Bedingungswerk und Anbieter kann es Abweichungen geben

Sowohl bei der Wohngebäude- als auch bei der speziellen Photovoltaikversicherung gilt: Der Versicherer übernimmt die Kosten, die für die Wiederherstellung, die Reparatur oder die Wiederbeschaffung anfallen. Allerdings muss der Schaden an der Anlage durch eine über den Vertrag genannte versicherte Gefahr entstanden sein.

Im Wohngebäudevertrag werden die versicherten Gefahren meist abschließend aufgezählt. Dagegen stellt die Photovoltaikversicherung eine Allgefahrenversicherung dar. Nur die definitiv im Vertrag ausgeschlossenen Gefahren sind nicht mitversichert.

Dazu ein einfaches Beispiel aus der Praxis:

Der Blitz schlägt in das Haus Ihres Nachbars ein. Durch die daraus entstandene Überspannung wird ein Schaden an Ihrer Photovoltaikanlage verursacht. Über die PV-Versicherung ist der Schaden versichert, über die Wohngebäudeversicherung jedoch nicht. Gleiches gilt hier auch für den daraus entstandenen Ertragsausfall.

Abschließend lässt sich feststellen, dass ….

… eine Photovoltaikanlage rundum gut versichert sein sollte. Daher ist es ratsam, sich vor dem Einschluss in die bestehende Wohngebäudeversicherung genau über den Umfang des Versicherungsschutzes  zu informieren. Erfragen Sie bei Ihrer Gebäudeversicherung die Prämienhöhe für Ihren Anlagentyp und vergleichen Sie die Prämie als auch die versicherten Leistungen genau. Über www.rosa-photovoltaik.de erhalten Sie eine Photovoltaikversicherung bereits ab 75 Euro netto im Jahr. Eine geringe Mehrprämie für eine Spezialdeckung relativeiert sich meist schon nach dem ersten Schadenfall.

Was eine spezielle Photovoltaikanlagen-Versicherung für Ihre Photovoltaikanlage kostet, können Sie auf unserer Website mit Hilfe unserer Photovoltaikversicherung Tarifrechner schnell und einfach ermitteln.

Voreilige Kündigung einer bestehenden Photovoltaikversicherung

Voreilige Kündigung einer bestehenden Photovoltaik-Versicherung – Vorsicht ist geboten!

Unsere Deckungskonzepte haben wir im Laufe der Zeit und mit der Erfahrung von über 12 Jahren im Bereich Photovoltaik für Sie ausgehandelt und auch immer weiter entwickelt.  Selbst die  Tests renommierter Anbieter (Stiftung Warentest-Finanztest,  Ökotest etc.) zeigen, dass es nicht einfach ist die Unterschiede der einzelnen Versicherer und Tarifwerke zu erkennen (Vergleichen Sie dazu gerne unsere Beiträge hier im Blog).

Daher ist ein detaillierter Vergleich der Absicherung Ihrer Investition nicht die reine Betrachtung der jährlichen Versicherungsprämie.  Deckungserweiterungen wie innere Betriebsschäden, verlängerte Haftzeit beim Ertragsausfall, De- und Remontagekosten bei Gebäudeschäden oder die Restwertanrechnung im Schadenfall sind nur einige wenige Punkte, die im Schadenfall einen eventuellen Beitragsvorteil schnell in den Hintergrund stellen.

Desweiteren hat sich die Annahmepolitik der Versicherer für „Altanlagen“ erheblich verändert. Viele Versicherer möchten keine Photovoltaikanlagen mehr versichern, die älter als 2 Jahre sind. Die Risikoprüfung hinsichtlich des Gebäudes auf dem die PV-Anlage installiert ist und auch die Bauart der Photovoltaikanlage an sich, führt zu Leistungsausschlüssen, höheren Selbstbehalten oder gar zu Antragsablehnungen. Gleiches gilt für vorschadenbehaftete Verträge!

Außerdem ist die einzelvertragliche Schadenquote umso günstiger, je länger ein Vertrag bei einem Versicherer verbleibt. Das Risiko der Vertragskündigung durch den Versicherer nach einem versicherten Schaden wird somit verringert.

Mit unseren Versicherungspartnern ist in der Regel die Leistungsupdate-Garantie vereinbart, sodass auch ältere Anlagen von den künftigen Leistungsverbesserungen profitieren.

Wenn Sie trotz allem Ihren Photovoltaikversicherung kündigen möchten, achten Sie darauf, dass erst der Folgeversicherer eine Zusage tätigt. Erst wenn diese schriftlich vorliegt, sollten Sie Ihren Bestandvertrag kündigen.

Solarpark: Wechselrichter im Wert von 150.000 EUR gestohlen

Der Diebstahl von Photovoltaikperipherie scheint in Mecklenburg-Vorpommern wieder anzuziehen. Es gab gleich drei polizeiliche Meldungen die sich innerhalb kurzer Zeit an Solarparks ereigneten.

Am 25.05.2018 drangen bisher unbekannte Täter gewaltsam auf das Gelände eines Solarparks in der Nähe von Friedland.  Entwendet wurden über 50 Wechselrichter mit einem Gesamtwert von ca. 150.000 EUR. Die Polizei ermittelt derzeit. Hier gibt es weitere  Informationen.